DIE AUSWAHL STEHT FEST
Der Spielplan erscheint am 2.4.2026
Die 10 bemerkenswertesten Inszenierungen werden jedes Jahr von einer Kritiker*innenjury aus bis zu 600 Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum innerhalb des Sichtungszeitraums ausgewählt und zum Theatertreffen im Mai in Berlin eingeladen. Initiativbewerbungen sind nicht möglich, da die Jury unabhängig entscheidet, welche Produktionen sie besucht und gegebenenfalls für eine Einladung zum Theatertreffen nominiert.
Kontakt
Theatertreffen
Berliner Festspiele Schaperstraße 24 D-10719Berlin
Schauspielhaus Zürich
Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann
In opulenten, bis ins Detail ausgestatteten Palasträumen erzählen Pınar Karabulut und ihr Team stimmungsvoll und eindrücklich die Geschichte von Il Gattopardo als Untergang einer Familie und eines Lebensstils im Zuge von politischen Umbrüchen.
Der sizilianische Fürst Don Fabrizio di Salina ist ein Patriarch alter Schule – einflussreich, gebildet, standhaft. Doch die politischen Umbrüche des 19. Jahrhunderts wirbeln seine angesehene Adelsfamilie durcheinander: Sein Neffe Tancredi schließt sich dem Freiheitskämpfer Garibaldi an und in Gestalt der jungen Angelica hält das Bürgertum Einzug in seine Familie. Wie beeinflusst die neue Weltordnung individuelle Sehnsüchte? Kann sich eine Welt, deren Macht Einzelnen zuteilwird, wirklich verändern? In Giuseppe Tomasi di Lampedusas atmosphärisch dichtem Roman Il Gattopardo verschmelzen Ambiente und Erzählung, Ortsbeschreibung und Familienpsychologie. Pınar Karabulut schafft zusammen mit dem Ensemble ein groß angelegtes, stimmungsvolles Porträt einer Epoche, das durch die beeindruckenden Bühnenbilder von Michela Flück, die prächtigen Kostüme von Sara Valentina Giancare und die fein komponierten Klanglandschaften von Daniel Murena mehrdimensional plastisch hervortritt.
Jurybegründung:
„Theaterabende wie Pınar Karabuluts Adaption von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Il Gattopardo sind selten geworden. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Michela Flück und der Kostümbildnerin Sara Valentina Giancare lässt Karabulut das aristokratische Sizilien des Risorgimento auf magische Weise wieder aufleben. Die Opulenz der Räume wie der Kostüme und das meist ungebrochen psychologische Spiel des Ensembles ziehen das Publikum tief in das 19. Jahrhundert hinein. Es kann sich in der Schönheit dieser untergehenden Welt ebenso wie in der melancholischen Noblesse des von Markus Scheumann gespielten Fürsten Don Fabrizio verlieren. Zugleich kann es aber auch Symptome unserer eigenen Zeitenwende erkennen. Karabulut bleibt nah an Lampedusas Roman und nimmt so unsere krisengeschüttelte Wirklichkeit in den Blick. Scheumanns Schlussmonolog ist nicht nur die berührende Lebensbilanz eines Sterbenden. Er ist auch eine Mahnung, anders als Don Fabrizio für das Bestehende zu kämpfen.“
(Sascha Westphal für die Theatertreffen-Jury)
Pınar Karabulut – Regie
Michela Flück – Bühne
Sara Valentina Giancane – Kostüme
Daniel Murena – Musik
Michel Güntert – Licht
Hannah Schünemann – Dramaturgie
Premiere: 29.11.2025
3 h 30 min, eine Pause
In deutscher Sprache mit englischen und italienischen Übertiteln
schauspielhaus.ch
Publikumsgespräch
am Samstag, 2.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung in voller Länge im TV sehen
am Samstag, 16.5.2026 um 20:15 Uhr auf 3sat
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung ist in voller Länge online verfügbar
in der 3satMediathek und in der BerlinerFestspiele Mediathek
ab Freitag, 1.5.2026 für ein Jahr
Mit Mephisto bringen Jette Steckel und ihr herausragendes Ensemble den Drahtseilakt eines Schauspielers zwischen persönlichem Vorteil und Kritik am System sowie die Frage nach Kunstfreiheit in einem autoritären Regime in poetischen, klaren und fein komponierten Bildern auf die Bühne.
Der Schauspieler Hendrik Höfgen ist im Begriff, den Gipfel seiner Karriere zu erklimmen: Er bekommt ein Engagement am Preußischen Staatstheater Berlin, brilliert als Mephisto in Goethes Faust und wird schließlich vom Ministerpräsidenten zum Intendanten berufen. Doch der Aufstieg hat seinen Preis: Höfgen paktiert mit dem nationalsozialistischen Regime und verfängt sich in der Rolle seines Lebens. Klaus Manns Roman Mephisto gilt als ein Schlüsselwerk der Nachkriegsliteratur und thematisiert das Verhalten und die Verantwortung des Einzelnen in einem autoritären Regime, inspiriert von realen Vorbildern. In Jette Steckels eindrücklicher und kluger Inszenierung findet die gesamte Handlung im Theater statt. Damit rückt sie auch die Rolle von Künstler*innen innerhalb des Theaterbetriebs den Fokus und schafft ein Fest der Schauspielkunst: Das Ensemble ist in Höchstform, allen voran Thomas Schmauser mit seinem vielschichten und einprägsamen Spiel, das die inneren Konflikte der Hauptfigur sichtbar werden lässt und ein Ereignis ist.
Jurybegründung:
„Jette Steckel und ihrem Team ist ein Abend gelungen, der den Mephisto-Roman Klaus Manns mit wenigen Sätzen Fremdtext zu einer beklemmenden, aktuellen Studie über das Verhältnis von Kunst und Macht formt. Virtuos zeigt Thomas Schmauser die Wandlung seines Hendrik Höfgen vom Vorkämpfer eines ,Revolutionären Theaters‘ zum opportunistischen Nazi-Günstling als von einer Mischung aus künstlerischer Eitelkeit und einigen Rest-Gedanken über Widerstand motiviert. Er tastet diese Figur sorgfältig von innen ab, zeigt sie als brüchig, hadernd und/oder hadern spielend. Dass Steckel selbst die Szenen dieses Abends, die im privaten Raum stattfinden, als Theater im Theater anlegt, ist deshalb nur konsequent. Es geht auch um einen Menschen-Typus, dem die Kunst die ganze Welt bedeutet und der sich der Illusion hingibt, dass das Theater ein Fluchtort ist, der letztlich unantastbar bleibt. Pustekuchen! Schaut man dem tollen Ensemble bei der Arbeit zu, sieht man auch Menschen, die die Neue Rechte nur zu gerne wieder von der Bühne verjagen würde. Dieser Abgleich zwischen der historischen Vergangenheit und der möglichen Zukunft tut richtig weh.“
(Sabine Leucht für die Theatertreffen-Jury)
Jette Steckel – Regie
Florian Lösche – Bühne
Pauline Hüners – Kostüme
Mark Badur, Elias Krischke – Musik
Maximilian Kraußmüller – Lichtdesign
Emilia Heinrich, Jette Steckel, Johanna Höhmann – Fassung
Johanna Höhmann, Theresa Schlesinger, Carl Hegemann – Dramaturgie
Premiere: 28.2.2025
3 h 40 min, eine Pause
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
muenchner-kammerspiele.de
Publikumsgespräch
am Sonntag, 3.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung in voller Länge im TV sehen
am Samstag, 9.5.2026 um 20:15 Uhr auf 3sat
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung ist in voller Länge online verfügbar
in der 3satMediathek und in der
BerlinerFestspiele Mediathek ab Freitag, 1.5.2026 für ein Jahr
Das intime Porträt einer zerrütteten Familie, die am American Dream zerschellt, zeichnen Jaz Woodcock-Stewart und ihr Team in Die Glasmenagerie mit atmosphärischer Dichte und hintergründigem Humor.
Es könnte ein entscheidender Abend werden für Laura Wingfield, die mit ihrer Mutter Amanda und ihrem Bruder Tom in einer bescheidenen Wohnung in St. Louis lebt. Denn Jim kommt zu Besuch und mit ihm vielleicht ein Ausweg aus dem tristen Leben, dem sich Laura durch das liebevolle Pflegen ihrer Glasfigurensammlung zu entziehen versucht. Am Ende zerbrechen jedoch nicht nur ihre Träume. In ihrer klaren und sensiblen Inszenierung der Glasmenagerie konzentriert sich Jaz Woodcock-Stewart besonders auf die Rolle von Frauen und die Mechanismen von Selbstaufopferung und Selbstoptimierung innerhalb des fragilen Familiengefüges. Wie wirkt sich der finanzielle und gesellschaftliche Druck auf die alleinerziehende Mutter und die weiteren Familienmitglieder aus? Woodcock-Stewart und ihr Ensemble laden zu einem empathischen Blick auf die Figuren und schauen zugleich hinter die Fassade.
Jurybegründung:
„Das Faible für narrative Ästhetik gilt als UK-typisch. Jaz Woodcock-Stewart ist eine jener jungen britischen Regisseurinnen, die gekonnt erzählen, ohne schlicht nachzuerzählen. Sie gibt Tennessee Williams’ Glasmenagerie am Theater Basel einen sehr gegenwärtigen Drive, ohne den Text – der in den späten 1930-Jahren spielt – zu zerbrechen. (Aktuelle) Powerplates, Vibrationsplatten aus dem Gym, fördern hier gerade nicht den Muskelaufbau, sondern sind im Gegenteil ironisch gewendete, kongeniale Zeichen für die Erschütterung aller Halt gebenden Strukturen. Zwischen den nackten Betonwänden verlieren sich die drei Hauptfiguren. Eine Treppe führt ins Nichts, eine Rampe in ein reduziertes Leben ohne Geld und ohne Kontakt zur Außenwelt. Die queere Tochter flieht in eine Art Hikikomori-Dasein. Kurz wird für einen Besucher der Familie eine (Haus-)Fassade über das ausgehöhlte Leben des unglücklichen Trios gekippt; das wird nichts nützen. Eine leise, zeichenstarke, berührende Arbeit!“
(Alexandra Kedves für die Theatertreffen-Jury)
Jaz Woodcock-Stewart – Inszenierung
Rosie Elnile – Bühne und Kostüme
Josh Grigg – Sounddesign
Alex Fernandes – Lichtdesign
Inga Schonlau – Dramaturgie
Premiere: 30.1.2025
3 h, eine Pause
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Empfohlen ab 14 Jahren
theater-basel.ch
Publikumsgespräch
am Dienstag, 5.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
Hans Otto Theater, Potsdam
Aus dem Französischen von Stephan Kleiner
Theaterfassung von Sebastian Hartmann
Kompromisslos und minimalistisch inszeniert von Sebastian Hartmann, porträtiert Guido Lambrecht in Serotonin mit messerscharfer Präzision einen Menschen, der an zentrale Punkte seines Lebens zurückkehrt und seine persönliche Krise mit der der westlichen Gesellschaft verwebt.
Florent-Claude Labrouste hat sein Leben in eine Sackgasse bugsiert. Geprägt von gescheiterten Beziehungen, gedemütigt durch von Antidepressiva ausgelöste Impotenz, seines Lebens überdrüssig und voller Verachtung für sich selbst und die Welt um ihn herum, bricht er alle Zelte ab. Schonungslos zieht er Bilanz – unter anderem anhand der Frauen in seinem Leben. Michel Houellebecqs Roman Serotonin stellt eine zutiefst frustrierte, traurige und klagende Figur in den Mittelpunkt. Sebastian Hartmann wählt einen entschlossenen und radikalen Zugang zu diesem Stoff: Nichts lenkt ab von der großen Erzählkunst Guido Lambrechts, der in einem beeindruckenden Solo mit seinem nuancierten, präzisen und zurückgenommenen Spiel einem Mann in Auflösung Stimme und Körper verleiht. Irgendwo zwischen Installation, Performance und Theatervorstellung angesiedelt, ist Serotonin ein faszinierend herausforderndes Roadmovie des Stillstands und eine Einladung, sich dem Bühnengeschehen auszuliefern.
Jurybegründung:
„Eine derart reduzierte und puristische Inszenierung hat Sebastian Hartmann noch nie gezeigt. Seine Bühnenadaption von Michel Houellebecqs Roman Serotonin ist ein Meisterwerk des theatralen Minimalismus: Mehr als einen weißen Kasten, in dem nur eine weiße Holzbank steht, einen einzelnen Scheinwerfer und natürlich Guido Lambrecht braucht es nicht. Gut fünf Stunden verweilt Lambrecht in diesem Raum, dessen Weiß alles auszulöschen scheint, und breitet das verpfuschte Leben von Houellebecqs Ich-Erzähler Florent-Claude Labrouste aus. In diese schonungslose Beichte eines gescheiterten Mannes bricht immer wieder eine zweite, deutsch-deutsche Lebensgeschichte ein, die Labroustes toxische Sicht auf die Welt erweitert und kommentiert. Lambrechts zurückgenommenes wie präzises Spiel ist dabei eine kleine Theatersensation. Es erlaubt einem, tief in die Abgründe eines Mannes zu blicken und so zum Kern des momentan virulenten antimodernen Denkens vorzudringen.“
(Sascha Westphal für die Theatertreffen-Jury)
Sebastian Hartmann – Regie und Bühne
Lothar Baumgarte – Licht
Adriana Braga Peretzki – Kostüm
Christopher Hanf – Dramaturgie
Premiere: 13.12.2025
circa 5 h 15 min, das Publikum ist eingeladen, nach eigenem Ermessen den Saal zu verlassen und zurückzukehren.
In deutscher Sprache
Empfohlen ab 18 Jahren
hansottotheater.de
Publikumsgespräch
am Sonntag, 10.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
Termine
So 10.5.2026, 16:00 | Ticket
Mo 11.5.2026, 17:00 | Ticket
Mi 13.5.2026, 17:00 | Ticketund weitere Termine
frei nach Arthur Schnitzler von Leonie Böhm und Julia Riedler
Volkstheater, Wien
Mit Fräulein Else entwirft Leonie Böhm für und mit Julia Riedler ein präzise gearbeitetes, mitreißendes Solo, das die Novelle über Machtmissbrauch und die Verwertbarkeit weiblicher Körper in die unmittelbare Gegenwart bringt.
Else verbringt den Sommer in einem noblen Kurort, als sie ein Expressbrief erreicht: Der Vater sei hoch verschuldet, sie solle den deutlich älteren Kunsthändler Dorsday um Geld anpumpen, um den Ruf der Familie zu bewahren. Doch Dorsday stellt eine Bedingung: Die benötigte Summe bekommt Else nur, wenn sie sich ihm für eine Viertelstunde nackt zur Schau stellt. Leonie Böhm sucht in ihren Arbeiten immer wieder neue Lesarten kanonischer Texte, die Begegnung im Hier und Jetzt ist ein Grundprinzip ihrer Theaterpraxis. In ihrem packenden Zugriff auf Arthur Schnitzlers berühmte Novelle Fräulein Else aus dem Jahr 1924 kehrt sie zusammen mit Julia Riedler Elses inneren Monolog nach außen und lädt das Publikum dazu ein, live über ein schambesetztes Dilemma nachzudenken, es mitzuverhandeln und sich mitverantwortlich zu fühlen. Mit Witz, Spontanität, Sprachgewalt und Facettenreichtum spielt Riedler ein umwerfendes Solo, das Doppelmoral offenlegt und patriarchalen Machtstrukturen den Kampf ansagt.
Jurybegründung:
„In Leonie Böhms und Julia Riedlers Schnitzler-Adaption ist fast jede Zeile aus 1924. Dass dieser Text dennoch treffsicher in der Gegenwart landet, ist der herausragenden Leistung von Julia Riedler als Else zu verdanken. Aus dem Bewusstseinsstrom der Achtzehnjährigen, die von einem Bekannten erpresst wird, sich vor ihm auszuziehen, um Geld für den verschuldeten Vater zu erhalten, entwickelt sie einen aufregenden Dialog mit dem Publikum. Riedler nimmt ihre Zuschauer*innen damit konsequent in die Verantwortung und macht sie zu Kompliz*innen in Elses auswegloser Situation. Mit unglaublicher Schlagfertigkeit und augenzwinkernder Lässigkeit hat sie den Saal in der Hand – und wickelt ihr Publikum auch gern mal um den Finger. Ihre Else ist hellwach, furchtlos und unberechenbar. Und so erträumt der Abend aus der Schnitzler-Anlage schrittweise eine Utopie für unsere Zeit, in der Machtmissbrauch immer noch allgegenwärtig ist. Ein radikal heutiges Solo und eine Übung in Empathie gleich mit.“
(Vincent Koch für die Theatertreffen-Jury)
Leonie Böhm, Julia Riedler – Konzept
Leonie Böhm – Regie
Belle Santos – Bühne und Kostüm
Ines Wessely – Lichtdesign
Matthias Seier – Dramaturgie
Helena Eckert – Co-Dramaturgie Vorproben
Premiere: 8.2.2025
1 h 30 min, ohne Pause
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
volkstheater.at
Publikumsgespräch
am Donnerstag, 7.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung in voller Länge im TV sehen
am Samstag, 2.5.2026 um 20:15 Uhr auf 3sat
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung ist in voller Länge online verfügbar
in der 3satMediathek und in der
BerlinerFestspiele Mediathek ab Freitag, 1.5.2026 für ein Jahr
Ein Schlachtfest in sieben Gängen
nach Friedrich Schiller
Münchner Kammerspiele
Mitten hinein in die Feldküche geht es mit Jan-Christoph Gockels spektakulärer Wallenstein-Interpretation, in der Kriegsunternehmertum, strategische Selbstdarstellung, Ambitionen, Macht und Loyalität mit einer überwältigenden Vielfalt theatraler Einfälle angerichtet und scharf abgeschmeckt werden.
Im Dreißigjährigen Krieg führt Wallenstein als Oberbefehlshaber zahlreiche Söldnerheere an. Er bezahlt sie mit Plünderungen der eroberten Gebiete und macht selbst noch Profit, gemäß dem Motto „Der Krieg ernährt den Krieg“. Als Wallenstein nach politischer Macht greift, lässt der Kaiser ihn ermorden. Im Jahr 2023 bricht Yevgeny Prigozhin, „Putins Koch“ und Kopf der Söldnergruppe Wagner, mit seiner Truppe zu einem Marsch nach Moskau auf. Der Aufstand scheitert, ein Flugzeug mit Prigozhin an Bord stürzt kurz darauf ab. Jan-Christoph Gockel verknüpft mit einer überbordenden Fülle an kreativen Ideen, Anspielungen und Stilen Friedrich Schillers monumentale Wallenstein-Trilogie mit einer zweijährigen Recherche des Produktionsteams über Ex-Söldner in der Gegenwart. Im Zentrum der einfallsreichen Inszenierung stehen die Menschen in Wallensteins Lager: Soldaten, Händler*innen, Kinder und Bauern aus dem Tross – mit ihren heutigen Entsprechungen. Wie sich annähern an den Krieg als Lebensform? Gockel und sein Ensemble entwerfen mit einem Festmahl auf der Bühne, Party, Live-Video, Marionetten, Schauspiel und Lecture Performance ein Spektakel für alle Sinne.
Jurybegründung:
„Eine Doppelbelichtung der Mechanik des Krieges und eine überbordende Feier des Theaters: Das und noch viel mehr gelingt diesem Wallenstein. Sieben Stunden nehmen sich Jan-Christoph Gockel und sein Team von Individualist*innen dafür Zeit. Dass sie einem nicht lang werden, liegt an der Vielzahl der Perspektiven auf den Stoff, die sich manchmal reiben, aber immer wunderbar miteinander räsonieren. Es geht um Söldnerheere gestern und heute, um militärische Strippenzieher, die selbst an fragilen Strippen hängen, um Loyalität und die Schwierigkeit, Kriege wieder zu beenden. Zentral für die Bildwelten und den Humor des Abends sind Schillers berühmter Satz ,Der Krieg ernährt den Krieg‘, die Figur des russischen Söldnerführers Jewgeni Prigoschin und der Harry Potter-Zauberspruch ,Riddikulus‘, der beängstigende Dinge in etwas Komisches verwandelt und die lähmende Angst vertreibt. In diesem immersiven, zwischen Investigativ- und Literatur-Theater, Performance, Schau- und Puppenspiel, feiner Ironie, Satire und Ernst aufgespannten Meisterstück bleibt dagegen alles in Bewegung. Sogar die Hoffnung auf den Menschen im Krieger.“
(Sabine Leucht für die Theatertreffen-Jury)
Jan-Christoph Gockel – Regie
Julia Kurzweg – Bühne
Janina Brinkmann – Kostüme
Maria Moling – Musik / Komposition (Live-Musik)
Lion Bischof – Videodesign
Christian Schweig, Stephan Mariani – Lichtdesign
Michael Pietsch – Puppenbau
Annette Paulmann – Piccolomini-Menü
Viola Hasselberg, Claus Philipp – Dramaturgie
Sergei Okunev – Dramaturgische Mitarbeit und Recherche
Cico Beck – Musik Mitarbeit
Yvonne Griesel (SPRACHSPIEL) – Übertitel
Premiere: 4.10.2025
muenchner-kammerspiele.de
7 h, drei Pausen
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
3sat-Preis
an Katharina Bach
am Samstag, 9.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
Publikumsgespräch
am Sonntag, 10.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
3sat „Starke Stücke“: Die Inszenierung am 10.5.2026 wird ab 17:00 Uhr als zeitversetzter Livestream übertragen
in der 3satMediathek und in der BerlinerFestspiele Mediathek
Die packende Chronik einer bipolaren Erkrankung übersetzen Lucia Bihler und ihr Team in Die Welt im Rücken in ein Gesamtkunstwerk, das kraftvolle, abstrakte Bilder für seelische Zustände findet und dabei den Textkörper als Körpertext begreift.
Ein schreibendes Ich führt ein Leben in Extremen – mal energetisch überbordend bis zum Exzess, mal gefangen in quälender Leere. Die Ursache dafür ist eine bipolare Erkrankung, in der sich manische mit depressiven Phasen abwechseln und die das Ich aus den geregelten Abläufen der Gesellschaft hinauskatapultiert. Schreibend versucht das ruhelose Ich einzuordnen, was zwischen Sex mit Madonna und dem Wunsch nach Auslöschung mit ihm geschieht. Thomas Melle gewährt mit Die Welt im Rücken in virtuosen, sinnlichen Sprachbildern einen plastischen Einblick in eine Erkrankung, von der er selbst betroffen ist. Lucia Bihler legt ihre Romanadaption als visuell und emotional mitreißendes Gesamtkunstwerk an, in dem Musik, Licht, Bühne und Choreografie ineinandergreifen und Emotionen und Handlungen abstrahiert in expressive Körperlichkeit übersetzt werden. Mit ihrem sensationellen Spiel zwischen physischer Verausgabung und emotionaler Durchlässigkeit steht Paulina Alpen im Zentrum des Geschehens, ihr zur Seite eine Gruppe von Doppelgängern als Körperchor. Gemeinsam finden sie starke Bilder, die sich ins Gedächtnis brennen.
Jurybegründung:
„Die ganze Bühne mutiert hier zu einem psycho-physischen Raum: Von Paula Wellmanns mit-atmenden und zuweilen schamrosa beleuchteten Vorhängen bis zu den drängenden Sounds von Sixtus Preiss wirkt alles daran mit, Thomas Melles schmerz- und humorvollen Text über seine bipolare Störung sicht- und erfahrbar zu machen. Im Zentrum dieses Gesamtkunstwerks: die großartige Paulina Alpen. Im roten Körper-Panzer von Victoria Behr – und manchmal auch ihm entgegen – spielt sie das Schwerwerden in der Depression ebenso wie den Donnerhagel der Neuronen in der Manie. Und nichts davon zu groß. Selbst das Durchdrehen ist bei ihr eine feinstoffliche Angelegenheit. Sechs Alpen-Lookalikes sind die von Melle erwähnten ,Zwitter-Agenten‘: Ausstülpungen wie Echos des eigenen Ich, die aber auch die Reaktionen der Mehrheitsgesellschaft auf inadäquates Verhalten spiegeln. Der Abend hat die poppige Ästhetik, die man von Lucia Bihler kennt, ist aber niemals effekthascherisch, sondern tief menschlich und schickt auch das Publikum auf eine Achterbahn der Emotionen.“
(Sabine Leucht für die Theatertreffen-Jury)
Lucia Bihler – Regie
Paula Wellmann – Bühne
Victoria Behr – Kostüme
Sixtus Preiss – Musik
Björn Leese – Choreografie
Mats Süthoff – Outside Eye
Felix Dreyer – Licht
Gwendolyne Melchinger – Dramaturgie
Premiere: 27.9.2025
1 h 45 min, ohne Pause
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Empfohlen ab 14 Jahren
schauspiel-stuttgart.de
Publikumsgespräch
am Donnerstag, 14.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
Eine Produktion von Studio Julian Hetzel
Konzept und Regie: Julian Hetzel
Radikal gegensätzliche politische Haltungen im Mikrokosmos einer Paarbeziehung nimmt Julian Hetzel in Three Times Left is Right mit einem klugen Konzept, beißendem Humor und sorgfältig ausgewählten ideologischen Reizwörtern in den Blick.
Er ist ein Hochschullehrer mit linker Geschichte, sie eine Publizistin der Neuen Rechten. Auf den ersten Blick scheint sie wenig zu verbinden. Doch die beiden sind ein Liebespaar, trotz ihrer höchst unterschiedlichen Weltanschauungen. Wie sieht unter diesen Umständen ein Zusammenleben aus? Welche Gespräche und Diskussionen entstehen zwischen Tisch und Tennisplatz, wie erzieht man die gemeinsamen Kinder? Und wann wird das Private politisch? Mit schwarzem Humor und einem kalkulierten Spiel mit Triggerwarnungen bringt Julian Hetzel in seiner „Dokufiktion“ ein Familienporträt auf die Bühne, das die Zerrissenheit der Gesellschaft verdeutlicht. Josse De Pauw und Kristien De Proost verkörpern dabei ein Paar, das von realen Vorbildern inspiriert ist. Three Times Left is Right hebelt scheinbar klare Grenzen aus und zeigt, wie leicht die moralische Kompassnadel ins Trudeln geraten kann.
Jurybegründung:
„Inspiriert von der Beziehung eines linken Kulturwissenschaftlers und einer neurechten Autorin aus Wien entwickelt Julian Hetzel ein ungewöhnliches, verblüffendes Kammerspiel. Wie zusammenleben, wenn sich die eigenen Weltanschauungen diametral gegenüberstehen? Kristien de Proost und Josse De Pauw spielen ein Paar, bei dem sich politische Konflikte in den Küchentisch gefressen haben. Mit mikroskopischer Genauigkeit zoomt Hetzel in das Innere ihrer Beziehung, bei der Gespräche auf dem Spielplatz die Gewissheiten einer festen Institution erschüttern. In einem minimalistischen Setting liefern sich die beiden ein hitziges Battle um die bessere Ideologie – exemplarisch für die gesellschaftliche Spaltung. Wieso werden linke Denkmuster so schnell von rechts gekapert? Mit abgründigem Humor baut Hetzel eigenwillige Bilder für das aufgeheizte Diskursklima und die Radikalisierung, bis sich sogar die Untertitel verselbstständigen. Mit schwitzigen Händen schaut man der Performance zu und geht absolut durchgeschüttelt aus diesem konzeptionell-klugen und anregenden Abend. Ein Meisterwerk der Provokation.“
(Vincent Koch für die Theatertreffen-Jury)
In Koproduktion mit Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Schauspiel Leipzig, unterstützt von De Balie (Amsterdam), SPRING Performing Arts Festival (Utrecht) und CAMPO Gent (Belgien)
Josse De Pauw, Kristien De Proost – Performance
Julian Hetzel – Regie
Miguel Melgares – Dramaturgie
Sodja Lotker, Kristien De Proost – Künstlerische Mitarbeit
Bahadir Hamdemir – Video & Lichtdesign
Frank Wienk – Musik & Komposition
Aengus Havinga – Technische Koordination
Jakob Proyer – Koordination Produktion
Yola Parie – Management Produktion
Tom Doeven – Sound, Programmierung
Ruben Lijbers, Koen van der Heijden, Harm Bredero – Tourtechnik
Timm Burkhardt – Creative Technology
Esmée Begemann – Regieassistenz
Django Walon – Szenografieassistenz
Farah Nehme – Kostümassistenz
Edd Vossen – Bühnenbau
Merijn Versnel – Mechatronik
Carly Heathcote – Silikonkunst
Daniel Pauselius – LED-Technik
Sophia op ten Berg – Praktikum
Koen Van Der Heijden, Harm Bredero, Aengus Havinga, Yola Parie, Jakob Proyer – Poster Boys
Uraufführung: 17.5.2025 (Wiener Festwochen | Freie Republik Wien)
1 h 35 min
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Empfohlen ab 16 Jahren
Das existenzielle Spiel mit Sein und Schein steht im Zentrum dieser höchst gegenwärtigen Interpretation des Hauptmann von Köpenick, die Sebastian Hartmann und sein spielfreudiges Ensemble expressiv und selbstbewusst überzeichnet auf die Guckkastenbühne bringen.
Der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassene Wilhelm Voigt darf nicht arbeiten, weil er keine Papiere hat. Und um diese Papiere zu bekommen, braucht er eine Arbeitsstelle. Als alle Bemühungen scheitern, die Bürokratie zu überlisten, bleibt ihm nur noch der Versuch, das System mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen. Er verkleidet sich, tritt nochmal auf – und plötzlich spielt er mit. Aber in welchem Spiel? Oder ist das das Leben? Sebastian Hartmann ist dafür bekannt, gemeinsam mit seinem Ensemble nach grundlegend neuen Zugängen zu Stoffen zu suchen und Anknüpfungspunkte im Hier und Jetzt zu ermöglichen. Sein Hauptmann von Köpenick spielt daher nicht nur mit der eigentlichen Stückvorlage, sondern auch mit den Erwartungen des Publikums. Denn dieses hochenergetische, bildstarke und ideenreiche Kasperletheater zerrt Abhängigkeitsverhältnisse und die Brutalität der menschlichen Existenz ins grelle Rampenlicht.
Jurybegründung:
„Was macht man mit einem 95 Jahre alten ,deutschen Märchen‘, in dem ein gewitzter Schuster mithilfe einer ertrödelten Uniform ins Köpenicker Rathaus einmarschiert? Und das spätestens seit der Verfilmung mit Heinz Rühmann 1956 an die gehobene Fernsehkomödie verloren scheint, wobei gern mal vergessen wird, dass der Gegenstand, aus dem es sich speist – nämlich das Soldatische im Menschen – gar nicht nur lustig ist? Sebastian Hartmann und sein großartiges Ensemble haben eine grandiose Idee: Sie verhehlen weder das Abgründige noch das Komödiantische des Stoffes – ohne allerdings die Komödie im engeren Sinne zu reproduzieren. Hartmann hat die Fassade des Cottbusser Theaters auf dem Szenario nachgebaut. ,Der deutschen Kunst‘ steht dort geschrieben, und was sich nun ereignet, ist ein Marionettentheater (nicht nur) deutscher Mentalitätsgeschichte, in dem ein begnadet (selbst-)ironiebegabtes Schauspielteam das Stück von Carl Zuckmayer auf seine Gegenwartstauglichkeit abklopft. An der Oberfläche sieht das aus, als hätte die Crew eine Backstage-Klamotte lässig mit Diskursstoff veredelt. Tatsächlich aber führt es tief hinein in Wesen und Gegenwart des Soldatischen – auch im Theater.“
(Christine Wahl für die Theatertreffen-Jury)
Sebastian Hartmann – Regie und Bühne
Adriana Braga Peretzki – Kostüme
Lothar Baumgarte – Lichtdesign
Leonie Hahn – Dramaturgie
Premiere: 20.9.2025
1 h 50 min, ohne Pause
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
staatstheater-cottbus.de
Publikumsgespräch
am Sonntag, 17.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung
Eine Produktion der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin), Florentina Holzinger/Spirit und neon lobster
Mit Poesie, Humor und Exzess erzählen Florentina Holzinger und ihr Ensemble in A Year without Summer vom Streben nach Unsterblichkeit und der Utopie in der Apokalypse.
Nicht weichende Dunkelheit, grundlegende Erschütterungen, eine Welt wie in Nebel gehüllt – ist das 2025 oder 1816, das „Jahr ohne Sommer“, das auf den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora folgte? Damals kamen mehrere Schriftsteller*innen, darunter die junge Mary Shelley, während der kalten und stürmischen Sommermonate am Genfer See zusammen und erzählten einander Gruselgeschichten. Mary erfand den Wissenschaftler Dr. Frankenstein, der sich der Erschaffung künstlichen Lebens widmet. Hier setzen Florentina Holzinger und das Ensemble an mit ihrer Erzählung über Gesundheit, Identität und Zerfall. In überwältigenden Bildern treffen große Gegensätze aufeinander: Jung und Alt, Schmerz und Zärtlichkeit, Mensch und Maschine, das ewige Leben und der sichere Tod. Bekannt für ihre spektakulären Performances mit Elementen aus Tanz, Akrobatik, Horror und Musik, erprobt Holzinger in A Year without Summer erstmals die Form des Musicals und entfaltet Szenen voll derbem Humor, fragiler Körperlichkeit und zeitloser Schönheit.
Jurybegründung:
„Was tut man in einem ,Jahr ohne Sommer‘, in dem Vulkanausbrüche und Temperaturstürze die Welt verdüstern? Die damals 18-jährige Autorin Mary Shelley erdachte in einem solchen Sommer anno 1816 das Monster Frankenstein. Und Florentina Holzinger führt alle Ereignisse zusammen und unternimmt mit ihren Performer*innen, zu denen diesmal auch eine Crew von teilweise über 80-jährigen Akteur*innen gehört, einen ebenso wilden wie ungemein luziden Ritt durch die Optimierungsgeschichte des Homo sapiens. In spektakulären und höchst komplexen Bildern führt sie den Status quo des Planeten mit der Verfallsbiografie des menschlichen Körpers zusammen und fragt – während die Roboterhunde bereits zum Angriff rüsten – nach Fluch und Verheißung des ewigen Lebens. Der Düsternis zum Trotz geschieht all das in Form eines gedanklich wie visuell überbordenden Musicals, an dessen Ende die buchstäblichste Kunst-Fäkal-Orgie der Theatergeschichte steht. Wie hier in der denkbar schonungsfreiesten Wahrheit eine absolut kitschfreie Utopie aufscheint, das hat man im Theater so noch nie gesehen.“
(Christine Wahl für die Theatertreffen-Jury)
Florentina Holzinger – Regie, Choreografie, Performance
Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Stefan Schneider – Musikalische Leitung
Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Josephinex Ashley Hansis, Noah Reis Ramma, Stefan Schneider – Komposition
Sofia Borges, Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Bláthin Eckhardt, Paige A. Flash, MING, otay:onii, Stefan Schneider – Live-Musik
Philipp Hülsenbeck – Weitere Musikproduktion, Mixing, Arrangements
Stefan Schneider, Olivia Oyama – Sounddesign
Fernando Belfiore, Sara Ostertag, Felix Ritter, Michele Rizzo – Dramaturgie
Leonie Hahn – Dramaturgie Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Uraufführung: 21.5.2025 (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz)
2 h, ohne Pause
In deutscher und englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Empfohlen ab 18 Jahren
In Koproduktion mit Tanzquartier Wien, Kampnagel Internationales Sommerfestival, Dansenhus Stockholm, DE SINGEL, Maska Ljubljana, asphalt Festival, Rising Melbourne, Factory International Manchester, Divine Comedy International Theater Festival / Łaźnia Nowa Theater (Krakau) und Marvaða Iceland
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Kulturabteilung der Stadt Wien
volksbuehne.berlin
Diese Produktion kann aus terminlichen Gründen im Festivalzeitraum des Theatertreffens (1. – 17.5.) nicht programmiert werden. Sie wird jedoch als „TT-Nachspiel“ im Oktober 2026 in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gezeigt werden. Ein Ticketkontingent wird zum Vorverkaufsstart des Theatertreffens am 18. April verfügbar sein. Weitere Tickets sind ab dem regulären Vorverkauf der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz für Oktober erhältlich.
Die 10 bemerkenswertesten Inszenierungen werden jedes Jahr von einer Kritiker*innenjury aus bis zu 600 Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum innerhalb des Sichtungszeitraums ausgewählt und zum Theatertreffen im Mai in Berlin eingeladen. Initiativbewerbungen sind nicht möglich, da die Jury unabhängig entscheidet, welche Produktionen sie besucht und gegebenenfalls für eine Einladung zum Theatertreffen nominiert.
Kontakt
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
D-10719 Berlin