zur Startseite
1

Theatermuseum

Das Österreichische Theatermuseum im Palais Lobkowitz ging 1991 aus der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek hervor. Diese Sammlung wurde zwar erst 1922 gegründet, doch die Vorstufen systematischer Sammeltätigkeit diverser Theatralia an der Hofbibliothek reichen bis in die Barockzeit zurück: So wurde beispielsweise im 1726 erbauten Bibliothekssaal („Prunksaal") die sogenannte „Festliteratur" - reich illustrierte Berichte über pompöse Festivitäten an herrschaftlichen Höfen - bereits geschlossen aufgestellt.

Als sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die theatergeschichtliche Forschung zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, der Theaterwissenschaft, erweiterte, hatte sich Wien bereits eine führende Stellung im theatralisch-musikalischen Ausstellungswesen erobert. Daher wurde 1921 der Beschluss zur Gründung einer eigenen Theatersammlung im Rahmen der Nationalbibliothek gefasst und der Bibliothekar, Theater- und Musikwissenschaftler Joseph Gregor (1888-1960) beauftragt, die Vorarbeiten dafür zu leisten. In der Folge richtete Gregor im Frühjahr 1922 die Ausstellung Komödie im Prunksaal ein, in der er die Theatralia-Bestände der Nationalbibliothek zeigte. Diese Veranstaltung gab letztlich den Ausschlag dafür, dass die größte damals existierende private Theatralia-Sammlung, die des Burgschauspielers und Burgtheaterdirektors Hugo Thimig (1854-1944), erworben werden konnte.

Am 7. Juni 1922 wurde der Kaufvertrag abgeschlossen, ein Jahr später bestätigte das Bundesministerium für Unterricht die Gründung der Sammlung und die Bezeichnung „Theatersammlung". Diese sollte sich nicht nur auf literarisches und archivarisches Sammelgut beschränken, sondern das Theater in seiner ganzen Vielfalt erfassen. Bald wurde auch der rasch fortschreitenden Entwicklung des Films Rechnung getragen und im Rahmen der Theatersammlung 1929 ein „Archiv für Filmkunde" eingerichtet.

Mit der Theatersammlung untrennbar verbunden blieb für Jahrzehnte der Plan zur Gründung eines Theatermuseums. 1931 gelang es der Sammlung, einige Räume im Burgtheater für ein „Bundestheatermuseum" zur Verfügung gestellt zu bekommen. Doch bereits 1938 war es damit wieder vorbei. Erst 1975 wurde ein „Österreichisches Theatermuseum" ins Leben gerufen. Seine vorrangige Aufgabe war es, Ausstellungen mit den Materialien der Österreichischen Nationalbibliothek zu organisieren. Seine räumliche Situierung in der Hanuschgasse gleich neben der Wiener Staatsoper erwies sich bald als zu beengt: Die Republik Österreich kaufte das in unmittelbarer Nähe gelegene Palais Lobkowitz und ließ es von Grund auf renovieren.

Mit der Eröffnung des Haupthauses des Österreichischen Theatermuseums im Palais Lobkowitz am 26. Oktober 1991 fand auch die Vereinigung der bisherigen Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek mit den Beständen des Theatermuseums statt: Damit entstand eine der größten und bedeutendsten Sammlungen im Bereich des Theaters und die Möglichkeit ihrer Präsentation in erlesenen Schauräumen. Mit Beginn des Jahres 2001 wurde das Österreichische Theatermuseum Teil des Kunsthistorischen Museums.

Der tägliche Museumsbetrieb ist vorübergehend eingestellt.
Das Theatermuseum hat für Besucher wegen Umbaus geschlossen. Programme für Schul-/Hort- und Kindergartengruppen können fast uneingeschränkt stattfinden. Schicken sie ihre Anfrage an kulturvermittlung@theatermuseum.at

Kontakt

Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
A-1010 Wien

Telefon: +43 1 525 24-3460
E-Mail: info@theatermuseum.at

Bewertungschronik

Theatermuseum bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Theatermuseum

Ausstellung virtuell

From real life into the world of art

In der Frühen Neuzeit spielten Theater- und Festereignisse eine zentrale Rolle im europäischen Kunstgeschehen. Sie brachten Künstler unterschiedlicher Disziplinen und Hintergründe zusammen und erzeugten durch ihre intensiven Transferprozesse zwischen den visuellen und den darstellenden Künsten spezielle Formen der Hybridisierung. Solche Ereignisse markierten den „Übergang aus dem Leben in die Kunst“ (Jacob Burckhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien, 1860).

From real life into the world of art ist eine virtuelle Ausstellung, die die Vorzüge einer wissenschaftlichen Publikation und einer interaktiven Präsentation vereint. Als Ergebnis eines internationalen Forschungsprojekts fokussiert sie die Beziehungen zwischen den performativen und darstellenden Künsten im europäischen Kontext des 16. bis 18. Jahrhunderts.

Durch eine innovative Kombination von audiovisuellen Medienangeboten bietet die Ausstellung 15 eigenständige virtuelle Räume, die historische Feste, Aufzüge, Opern, Ballette oder Kunstwerke, die für die Kunst- und Theatergeschichte von Bedeutung sind, vorstellen. Indem die Inhalte online zugänglich gemacht werden und die Nutzer*innen ihre Art des Zugriffs selbst wählen können, richtet sich die Ausstellung sowohl an ein akademisches als auch an ein breiteres Publikum.

Das Rossballett und der Goldene Apfel

Die Beiträge des Theatermuseum beschäftigen sich mit der Festkultur des Wiener Hofes Ende des 17. Jahrhunderts. Rudi Risatti lässt das Rossballett La contesa dell’aria e dell’acqua („Sieg=Streit deß Lufft und Wassers“) von 1667 in einer comicartigen Animation wiederauferstehen mit Festwägen der vier Elemente und Pferde-Quadrillen in eindrucksvollen Formationen. Daniela Franke erzählt die Geschichte der berühmtesten Wiener Barockoper Il pomo d’oro („Der guldene Apfel“) von 1668 nach, bebildert durch die 23 spektakulären Bühnenbilder, die Lodovico Ottavio Burnacini dafür erdacht hat und die vom Himmel bis in die Unterwelt führen.

Online besuchbar unterhttps://www.artes-exhibition.digital/de/ausstellung/

From real life into the world of art bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte From real life into the world of art

Konzert

Palais unplugged

Die neue Konzertreihe des Theatermuseums, die junge österreichische Musik im prachtvollen Eroica-Saal in einem intimen Setting präsentiert. Ausgabe #1 mit JULIA EFFEKT und Ausgabe #2 mit Djaro & die anonymen Melancholiker. Ticketvorverkauf ab 11. September!

Achtung, limitierte Anzahl an Plätzen!

27.9. mit JULIA EFFEKT
5.10. mit Djaro und die anonymen Melancholiker

Palais unplugged bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Palais unplugged

Gespräch

Ungeschminkt

Das Theatermuseum im Gespräch

Die Sonntagsmatineen des Theatermuseums

In seiner Gesprächsreihe möchte das Museum den flüchtigen Augenblick des Theaters festhalten und hierbei dem Publikum besondere Künstler*innen vorstellen.

13.9. mit Michael Maertens
11.10. mit Marlene Streeruwitz
15.11. mit Xenia Hausner

Ungeschminkt bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ungeschminkt

Kinderprogramm

Veranstaltungen für Kindergarten- und Schulkinder

Ob Impro-, Schatten-, Tanz- oder Maskentheater, hier kann man fast alles ausprobieren!

Kasperliade!
Kasperl, Großmutter, Krokodil und ein Guglhupf – das wird ein lustiges Abenteuer! Bei uns seht ihr zuerst ein kurzes Kasperlstück, dann werdet ihr selbst zu Kasperl, Großmutter und Krokodil und macht die Bühne unsicher. Zum Schluss zeigen wir euch alte Kasperlfiguren.
Kindergarten bis 1. Schulstufe
Dauer: 1 Stunde

Alles Zirkus!
Wer kennt sie nicht, die lustigen Clowns, wendigen SeiltänzerInnen und mutigen LöwenbändigerInnen. Habt ihr Lust, selbst Zirkusnummern zu kreieren? Bei uns heißt es „Manege frei!“ für eure Kunststücke!
Kindergarten bis 2. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Jahreszeitenspiel
Wer Geschichten mag, sich gerne verkleidet und in andere Rollen schlüpft, ist hier richtig! Macht aus einer kleinen Geschichte ein großes Theaterspiel! Wandert mit der Sonne durch alle vier Jahreszeiten.
Vorschule bis 3. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Märchen
Verhexte Prinzessinnen, ein alter Zauberer, eine griesgrämige Hexe. Im Märchen begegnen euch zauberhafte und unheimliche Wesen und manch gefährliche Situation muss gemeistern werden. Doch es geht immer gut aus! Schlüpft in verschiedene Märchenfiguren und lasst sie auf der Bühne lebendig werden.
Vorschule bis 4. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Rhythmische Körperklänge
Habt ihr gewusst, dass euer Körper ein Instrument sein kann? Er kann rhythmisch richtig grooven. Macht mit beim Erfinden genialer Stücke mit coolen Beats und lasst uns gemeinsam die vielfältige Welt des Rhythmus entdecken.
1.–4. Schulstufe
Dauer: 1 Stunde

A E I O U – WELCHES GEFÜHL BIST DU?
Aaah – du bist da! Oooh – wie bin ich froh! Mit Buchstaben lässt sich’s gut spielen. Macht sie groß und klein, laut und leise, fröhlich und traurig. Bringt sie in Bewegung und gestaltet ein lustiges Buchstabentheater!
1.–4. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunde

Ein Sommernachtstraum
Unsere Bühne verwandelt sich in einen Zauberwald voller Feen, Waldgeister und seltsamer Tiere: Feenkönig und Feenkönigin streiten, Elfen tanzen und ein Esel ist vielleicht gar kein Esel. Ihr erfindet Zaubersprüche und gestaltet mit Tüchern und Klanginstrumenten eigene zauberhafte Szenen.
1.–4. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Die Zauberflöte zum Mitspielen
Anhand von Musik, Bühnenbildern und Kostümen lernt ihr Mozarts Zauberflöte kennen und gestaltet sie mit. Vielleicht spielt ihr die drei Damen, die die Riesenschlange töten, Prinz Tamino, der sich in Prinzessin Pamina verliebt, die furchterregende Königin der Nacht oder den lustigen Papageno? Oder ihr bringt die drei Prüfungen zur Bühnenreife?
2.–4. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Menschenschatten
Bei uns lernt ihr im Nu die Tricks des Schattentheaters kennen: Ihr könnt mit einfachen Mitteln verblüffende Wirkungen erzielen, kleine Szenen entwickeln und mit bunten Schatten, Bewegung und Musik experimentieren.
2.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Der Basilisk steigt aus dem Brunnen
Wer kennt ihn nicht, den grässlichen Basilisken aus der Schönlaterngasse? Aber habt ihr schon selbst einen Basilisken gebastelt und die Wiener Sage als Puppentheater gespielt? Bei uns könnt ihr das ausprobieren und Puppenbauer*in und -spieler*in sein.
3.–4. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Märchen & Fantasiegeschichten
Märchen sind Abenteuer. Ein Mensch wie du und ich macht sich auf den Weg. Rätsel müssen gelöst, Hindernisse bewältigt, Gegner*innen überlistet, Mutproben bestanden werden. Und wenn all das gelungen ist, gibt es ein Happy End. Hier könnt ihr euer eigenes Märchen entwickeln und auf der Bühne zum Leben erwecken.
5.-8. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Antike Mythen und Legenden
Unternehmt mit uns eine Reise in die Antike. Begegnet den Göttern und Göttinnen vom Olymp, besteht mit Herkules zwölf Prüfungen, erlangt mit den Argonauten das goldene Vlies oder begleitet Orpheus in die Unterwelt. Spielt Szenen aus bekannten Mythen nach oder entwickelt mit alten Gottheiten neue Abenteuer.
5.–8. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Improvisation
Mit drei Löffeln Spielfreude, fünf Prisen Neugier und einer Messerspitze Verwandlungslust seid ihr dabei. Improtheater lebt von der Spontaneität. Ohne Text, Regie oder Bühnenbild entstehen in kürzester Zeit lebendige Theaterszenen.
5.-13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Beat it - Lyrik braucht Rhythmus
Eure Worte sollen gehört werden! Das Gehörte soll spannend klingen! Gespannt soll das Publikum sein! Anhand rhythmischer Übungen beschäftigen wir uns mit Liedtexten, Gedichten und Sprichwörtern. Dabei spielen unter anderem Akzente, Pausen, Sprachmelodie und Tempo eine Rolle. Ihr habt die Möglichkeit, Wörter zeitgemäß und nach euren Vorstellungen zu performen.
5.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunde

Masken und Commedia dell'arte
Mit Übungen zu Gestik und Körpersprache werdet ihr an das Maskenspiel herangeführt, ihr beschäftigt euch mit unterschiedlichen Temperamenten und mit den berühmtesten und närrischsten Figuren der Commedia dell’arte, wie z. B. Arlecchino oder Pantalone.
5.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Romeo und Julia im Rampenlicht!
Ihr könnt starke Gefühle wie Liebe und Hass mit Hilfe von Schauspiel, Beleuchtung und Bühnenbildgestaltung ausdrücken und euch mit Liebesschwüren am Balkon, der heimlichen Hochzeit oder dem unglücklichen Selbstmord von Romeo und Julia auseinandersetzen.
7.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Hamlet – Sinn und Wahnsinn
Ein Geist (der sechste Sinn?!) fordert zur Rache und schon nimmt die Tragödie ihren Lauf. Wir wollen die Geschichte des Dänenprinzen Hamlet spielerisch kennen lernen, geflügelte Worte und Textpassagen genauer anschauen bzw. übersetzen, in die Rollen schlüpfen und lustvoll in eure Lebenssituation transferieren. Das ist „cool“ und wird ein Spaß!
8.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Ich bin nicht, ich zeige! - Brecht und das Epische Theater
Brecht glaubte an die Veränderung des Menschen durch das Theater und durch seine Lehrstücke. Anhand exemplarischer Szenen zeigen wir die Besonderheiten des epischen Theaters auf, gestalten Brecht-Zitate mittels des Statuentheaters und setzen uns mit dem Verfremdungseffekt auseinander.
8.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

Schau genau - eine Frau!
Drei junge Frauen der Theaterliteratur der Antike, der Klassik und der Moderne stellen sich der Herausforderung ihres Lebens. Wir erforschen spielerisch ihre Sprache, Körperlichkeit und gesellschaftliche Stellung und begleiten Antigone aus dem gleichnamigen Stück von Sophokles, Luise aus Schillers Kabale und Liebe und Shen Te aus Brechts Der gute Mensch von Sezuan, wie sie mit Mut, Liebe und Selbstbewusstsein ihren Weg gehen.
9.-13. Schulstufe
Dauer: 2 Stunden

Faust – „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!“
Faust, trotz seines Wissens ewig unzufrieden, schließt als alter Mann einen Pakt mit dem Teufel, der ihn in die Freuden des Lebens einführt, die ihm jedoch nur kurzfristig Genuss verschaffen, Gretchen zur Kindesmörderin machen und Faust schuldig zurücklassen. Wir setzen uns mit Hilfe von dramapädagogischen Techniken mit wichtigen Fragen des 1. Teils der Faust-Tragödie auseinander.
9.–13. Schulstufe
Dauer: 1,5 Stunden

So ein Drama um die Demokratie
Theater und Demokratie. Zwei antike griechische Erfindungen. Sind sie wertvoll oder veraltet? Wir gehen der Sache auf den Grund. Was heißt Politik? Woran merkt ihr, dass ihr in einer Demokratie lebt? Wie kommt ihr zu eurer Meinung? In diesem Workshop holen wir die Demokratie auf die Bühne und erkennen, dass alle Lebensbereiche von politischem Handeln durchzogen sind: Posten auf Social Media ebenso wie Shoppen. Die Politik beschließt Gesetze und Regeln für das Zusammenleben einer Gesellschaft. Die Demokratie garantiert, dass alle gehört werden. Erfahrt spielerisch, wie wichtig es ist, sich einzubringen.
9.–13. Schulstufe
2–3 Stunden

Veranstaltungen für Kindergarten- und Schulkinder bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Veranstaltungen für Kindergarten- und Schulkinder

1

Theatermuseum

Das Österreichische Theatermuseum im Palais Lobkowitz ging 1991 aus der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek hervor. Diese Sammlung wurde zwar erst 1922 gegründet, doch die Vorstufen systematischer Sammeltätigkeit diverser Theatralia an der Hofbibliothek reichen bis in die Barockzeit zurück: So wurde beispielsweise im 1726 erbauten Bibliothekssaal („Prunksaal") die sogenannte „Festliteratur" - reich illustrierte Berichte über pompöse Festivitäten an herrschaftlichen Höfen - bereits geschlossen aufgestellt.



Als sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die theatergeschichtliche Forschung zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, der Theaterwissenschaft, erweiterte, hatte sich Wien bereits eine führende Stellung im theatralisch-musikalischen Ausstellungswesen erobert. Daher wurde 1921 der Beschluss zur Gründung einer eigenen Theatersammlung im Rahmen der Nationalbibliothek gefasst und der Bibliothekar, Theater- und Musikwissenschaftler Joseph Gregor (1888-1960) beauftragt, die Vorarbeiten dafür zu leisten. In der Folge richtete Gregor im Frühjahr 1922 die Ausstellung Komödie im Prunksaal ein, in der er die Theatralia-Bestände der Nationalbibliothek zeigte. Diese Veranstaltung gab letztlich den Ausschlag dafür, dass die größte damals existierende private Theatralia-Sammlung, die des Burgschauspielers und Burgtheaterdirektors Hugo Thimig (1854-1944), erworben werden konnte.



Am 7. Juni 1922 wurde der Kaufvertrag abgeschlossen, ein Jahr später bestätigte das Bundesministerium für Unterricht die Gründung der Sammlung und die Bezeichnung „Theatersammlung". Diese sollte sich nicht nur auf literarisches und archivarisches Sammelgut beschränken, sondern das Theater in seiner ganzen Vielfalt erfassen. Bald wurde auch der rasch fortschreitenden Entwicklung des Films Rechnung getragen und im Rahmen der Theatersammlung 1929 ein „Archiv für Filmkunde" eingerichtet.



Mit der Theatersammlung untrennbar verbunden blieb für Jahrzehnte der Plan zur Gründung eines Theatermuseums. 1931 gelang es der Sammlung, einige Räume im Burgtheater für ein „Bundestheatermuseum" zur Verfügung gestellt zu bekommen. Doch bereits 1938 war es damit wieder vorbei. Erst 1975 wurde ein „Österreichisches Theatermuseum" ins Leben gerufen. Seine vorrangige Aufgabe war es, Ausstellungen mit den Materialien der Österreichischen Nationalbibliothek zu organisieren. Seine räumliche Situierung in der Hanuschgasse gleich neben der Wiener Staatsoper erwies sich bald als zu beengt: Die Republik Österreich kaufte das in unmittelbarer Nähe gelegene Palais Lobkowitz und ließ es von Grund auf renovieren.



Mit der Eröffnung des Haupthauses des Österreichischen Theatermuseums im Palais Lobkowitz am 26. Oktober 1991 fand auch die Vereinigung der bisherigen Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek mit den Beständen des Theatermuseums statt: Damit entstand eine der größten und bedeutendsten Sammlungen im Bereich des Theaters und die Möglichkeit ihrer Präsentation in erlesenen Schauräumen. Mit Beginn des Jahres 2001 wurde das Österreichische Theatermuseum Teil des Kunsthistorischen Museums.



Der tägliche Museumsbetrieb ist vorübergehend eingestellt.

Das Theatermuseum hat für Besucher wegen Umbaus geschlossen. Programme für Schul-/Hort- und Kindergartengruppen können fast uneingeschränkt stattfinden. Schicken sie ihre Anfrage an kulturvermittlung@theatermuseum.at

Theatermuseum bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Theatermuseum

Ausstellungen / Museum Albertina Wien Wien, Albertinaplatz 1
Ausstellungen / Museum Kunsthistorisches Museum Wien Wien, Neue Burg
Ausstellungen / Museum Albertina Modern Wien Wien, Karlsplatz 5
Ausstellungen / Museum Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ausstellungen / Museum Weltmuseum Wien Wien, Heldenplatz
Ausstellungen / Museum Theatermuseum Wien Wien, Lobkowitzplatz 2
Ausstellungen / Museum Albertina Klosterneuburg Klosterneuburg, An der Donau-Au 1
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Wien Wien, Dorotheergasse 11
Ausstellungen / Museum Heidi Horten Collection Wien Wien, Hanuschgasse 3
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen Wien, Lehárgasse 11/1/6
Sehenswürdigkeiten / Schloss Schloss Schönbrunn Wien Wien, Schönbrunner Schloßstr. 47
Konzerte / Konzert Musikverein Wien Wien, Musikvereinsplatz 1
Sehenswürdigkeiten / Burg Burg Forchtenstein Forchtenstein, M.-Esterházy-Pl. 1
Ausstellungen / Museum Naturhistorisches Museum Wien
Ausstellungen / Museum Technisches Museum Wien Wien, Mariahilfer Straße 212
Ausstellungen / Museum Möbelmuseum Wien Wien, Andreasgasse 7
Ausstellungen / Museum Schloss Esterházy Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ausstellungen / Museum Burg Forchenstein Forchtenstein, Melinda-Esterházy-Pl. 1
Ausstellungen / Museum Schloss Lakenbach Lackenbach, Schloss 1
Ausstellungen / Museum Österreichische Nationalbibliothek Wien, Josefsplatz 1
Ausstellungen / Museum Wien Museum Wien, Karlsplatz 8
Ausstellungen / Museum Kunst Haus Wien
Museum Hundertwasser
Wien, Untere Weißgerberstraße 13
Ausstellungen / Museum MAK - Museum für angewandte Kunst Wien Wien, Stubenring 5
Ausstellungen / Museum Kunstforum Wien Wien, Freyung 8
Ausstellungen / Museum Sisi Museum Wien, Hofburg, Michaelerkuppel
Ausstellungen / Museum Haus der Musik Wien
Klangmuseum
Wien, Seilerstätte 30
Ausstellungen / Museum Österreichisches Filmmuseum Wien Wien, Augustinerstraße 1
Ausstellungen / Museum ZEBRA Zentrum für Moderne und Klassische Fotografie Wien, Burggasse 46
Ausstellungen / Galerie Galerie Werkstatt NUU Wien Wien, Wilhelm Exner Gasse 15
Ausstellungen / Galerie Ostlicht. Galerie für Fotografie Wien Wien, Absberggasse 27
Ausstellungen / Museum Museum Gugging Maria Gugging, Am Campus 2
Ausstellungen / Museum mumok - Museum Moderner Kunst
Stiftung Ludwig Wien
Wien, Museumsplatz 1
Ausstellungen / Museum Leopold Museum Wien Wien, Museumsplatz 1

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.